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Engel auf Oldenburger Straßen


Oldenburger Straßenengel versorgen Obdachlose und Bedürftige - LzO unterstützt den Verein mit 10 000 Euro


Es wird draußen kälter, hier und da leuchten die ersten Lichter vor den Häusern und die Kamine werden angezündet. Doch diesen Luxus, sich gegen die Kälte warm anzuziehen und sich in ein geborgenes Zuhause zu begeben, haben viele Mitmenschen unter uns nicht.

Um nicht wegzusehen und den bedürftigen Menschen zu helfen, wurde von engagierten Bürgern der Verein „Oldenburger Straßenengel“ im Januar dieses Jahres gegründet. „Die unendliche Freude und Dankbarkeit in den Augen von Obdachlosen zu sehen, wenn wir unter anderem warme Kleidung verteilen, lässt mich immer wieder wachrütteln. Ich darf es nicht als selbstverständlich hinnehmen, wie gut es mir und vielen von uns geht. Dadurch ist es auch eine Herzensangelegenheit für mich, bedürftigen Menschen zu helfen“, teilte Mona Körber, Vorstandsvorsitzende des Vereins, mit.

Körber wies darauf hin, dass es zwar einige Notunterkünfte für Obdachlose gäbe, um sich dort aufzuwärmen. Jedoch würde dort vielen die eigene Privatsphäre fehlen. So wäre es beispielsweise nicht möglich, den geliebten Hund in die Unterkunft mitzunehmen. Zudem spiele auch das Schamgefühl eine Rolle. Daher würden viele Hilfsbedürftige das Leben auf der Straße bevorzugen und stattdessen im Freien überwintern.

Um den Obdachlosen in dieser kalten Jahreszeit zu helfen, haben die „Oldenburger Straßenengel“ Notfallsets zusammengestellt. Diese Sets bestehen aus einer Isomatte, einer Decke, einem Schlafsack, einem Campingkocher mit Gaskartusche, warmen Socken, Hand-, Rücken und Fußsohlenwärmer. Diese Ausstattung ist, neben warmer Kleidung, die Basis, um im Winter nicht zu erfrieren.

Es mangelt bei den „Oldenburger Engeln“ nicht an Ideen, Hilfebedürftige zu unterstützen und mit verschiedenen Projekten für Sie vor Ort zu sein. So werden zum Beispiel warme Speisen organisiert oder auch selber gekocht, Tiernahrung und Hygieneartikel mittels Take-away-Taschen ausgegeben. Noch mehr Fürsorge erfahren die Bedürftigen zusätzlich einmal in der Woche durch das persönliche Aufsuchen von den „Oldenburger Engeln“. Hier werden ebenfalls Lebensmittel sowie die Notfallsets verteilt. „Leider mussten viele Hilfsorganisationen aufgrund der Corona-Pandemie ihre Hilfeleistungen einstellen. Uns war es jedoch wichtig, die Notversorgung weiter zu gewährleisten. Wenn Zusammenkünfte wieder bedenkenlos stattfinden dürfen, planen wir auch wieder Treffen mit den Obdachlosen in netter Runde“, erzählte Körber.

„Die Schicksale vieler Menschen sowie die große Motivation und das Engagement der Oldenburger Straßenengel haben mich sehr berührt“, sagte Christian Köhler, Direktor Privatkunden der LzO in der Stadt Oldenburg. Die LzO möchte hier schnell für Hilfe sorgen und hat daher dem Verein eine Zuwendung in Höhe von 10 000 Euro für die Anschaffung der Notfallsets zugesagt. „Uns geht es nicht darum, einen Zustand zu bekräftigen, den wir alle nicht wollen. Wir möchten vielmehr den Bedürftigen in dieser Jahreszeit eine dringend notwendige Unterstützung zukommen lassen“, stellte Köhler klar.

Die LzO hat zudem in ihren Filialen in der Stadt Oldenburg sogenannte Wunschbäume aufgestellt, die mit Wunschkarten geschmückt sind. „Auf diesen Karten wurden spezielle Wünsche von Mitbürgern notiert, denen die finanziellen Mittel fehlen, sich beispielsweise warme Socken zu kaufen,“ teilte Sandra Pagel, Co Leiterin der Sparkassenfiliale in Eversten, mit. Pagel hatte im Zusammenhang mit dieser Aktion den Kontakt zu dem Verein hergestellt. Besucher der Oldenburger LzO-Filialen haben die Möglichkeit, diesen hilfebedürftigen Menschen ihre Wünsche mit einer kleinen Spende zu erfüllen.

Weitere Informationen zu den Straßenengeln unter strassenengel-ol.de.

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