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Experten informieren über Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht - Großes Interesse an der Veranstaltung in der LzO Damme

Was tun wenn der Ernstfall eintritt? Wer kann für mich entscheiden, wenn ich vorübergehend oder dauerhaft nicht im Stande bin, meinen Willen zu bilden oder zu äußern? Für welche Fälle muss ich jetzt schon vorsorgen? Diese und weitere Fragen wurden auf dem LzO InfoTreff „Alles geregelt?“ beantwortet. Alfred Müller, Direktor Privatkunden der LzO-Regionaldirektion Vechta, begrüßte 120 Gäste zu der sehr schnell ausgebuchten Veranstaltung in der LzO Damme. Dr. med. Hubert Wübbolding sprach zum Thema „Patientenverfügung“. Rechtsanwältin und Notarin Maria-Anna Liening beleuchtete das Thema Vorsorgevollmacht.

„Ohne eine Vollmacht entscheiden im Ernstfall andere“, hob Alfred Müller die Bedeutung einer frühzeitigen Vorsorge hervor. „Behalten Sie das Heft des Handelns lieber selbst in der Hand!" Die Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht gehören zwar nicht zu den Hauptgeschäftsfeldern der LzO, aber als regional verwurzelte Sparkasse sei es eine Aufgabe der LzO, Informationen "rund um den Menschen" an die Kunden zu geben. In diesem Zusammenhang wies Müller auch auf die Wichtigkeit hin, für den Pflegefall vorzusorgen: „Das Auto ist vollkaskoversichert, aber ihre eigene Pflege sichern die Menschen im Ernstfall nicht ab, obwohl der Schaden auch finanziell wesentlich schwerer wiegt.“

Im Sinne des Patienten handeln  

An einem praktischen Beispiel erläuterte Dr. med. Hubert Wübbolding was bei einer richtigen Patientenverfügung zu beachten ist und wie diese aufgebaut sein kann. „Leider erhalten wir in der Praxis häufig ein nein auf die Frage nach einer bestehenden Patientenverfügung“, erklärte Dr. Wübbolding den Anwesenden. „Dies führt häufig zu Schwierigkeiten bei der Behandlung des Patienten und zu kostenintensiven Rechtsstreitigkeiten.“ Wichtig sei es, dass jemand im Ernstfall im Sinne des Patienten handeln können.

Dr. Wübbolding ist Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologische Schwerpunktpraxis und Lehrbeauftragter der Medizinischen Hochschule Hannover.

Der Klügere sorgt vor  

Für den Fall der Fälle müssen aber nicht nur medizinische Fragen beachtet werden, sondern auch andere Aufgaben, wie z.B. die finanzielle Situation, geregelt werden. „Der Klügere sorgt vor“, riet Maria-Anna Liening. „Es gilt die Frage zu klären, wer kümmert sich im Ernstfall um meine Wünsche und Bedürfnisse.“ Sinnvoll sei es, die Patientenverfügung in eine Vorsorgevollmacht zu integrieren. Auch eine enge Abstimmung mit dem Kreditinstitut sei sinnvoll, um sicher zu gehen, dass die Vollmacht auch hier die Anforderungen erfüllt.

Die LzO bietet Ihren Kunden auch eine Sparkassen-Vorsorgevollmacht an. Diese ist nach Erteilung sofort wirksam, da sie keine weiteren Bedingungen enthält. Sie gilt für alle bestehenden und künftigen LzO-Konten und LzO-Depots des Vollmachtgebers und der Bevollmächtigte muss seine Berechtigung nicht - wie sonst erforderlich - anlässlich jeder Verfügung durch Vorlage der Originalvollmachtsurkunde nachweisen. Darüber hinaus ist sie - im Vergleich zu den Kontovollmachten - für den Bevollmächtigten mit erweiterten Befugnissen ausgestattet. Eine Prüfung durch die LzO, ob der Vorsorgefall eingetreten ist, entfällt.

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