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Generation Y - wie finden und binden Unternehmen Nachwuchstalente

Von links: Trainerin und Autorin Dr. Steffi Burkhart, Andrea Maria Waden von den Wirtschaftsjunioren der Oldenburgischen IHK, LzO-Vorstandsmitglied Olaf Hemker, Siddhartha Wagner vom Berg (Geschäftsführer PAUL HEWITT GmbH & Co. KG), IHK-Präsident Gert Stuke, Moderator Frank Mayer (Leiter Weiterbildung der Oldenburgischen IHK) und Christian Bürger (Geschäftsführer BÜFA-i).

LzO und IHK-Wirtschaftsjunioren begrüßen über 300 Gäste in der LzO-Zentrale

Download der Präsentation unter www.wj-oldenburg.de möglich


Junge Talente verstehen, finden und binden ist eine große Herausforderung für die Unternehmen im Oldenburger Land. Im Rahmen der Reihe „Unternehmenswert Mensch“ luden die LzO und die Wirtschaftsjunioren der Oldenburgischen IHK Unternehmer der Region zur Veranstaltung „Am Puls der Zeit - Junge Talente finden und binden“ in die LzO-Zentrale. Olaf Hemker, Mitglied des Vorstands der LzO, und Andrea Maria Waden vom Arbeitskreis Schule & Wirtschaft und Mitglied des Vorstands der Wirtschaftsjunioren begrüßten über 300 Gäste - unter ihnen Gert Stuke, Präsident der Oldenburgischen IHK.

 

Arbeit muss bedeutsam sein, bedeutet aber nicht alles

„Alte Denkmuster greifen nicht mehr“, ist LzO-Vorstandsmitglied Olaf Hemker überzeugt. „Die Generation Y hat andere Bedürfnisse und Vorstellungen an einen modernen Arbeitsplatz.“ Für Unternehmen sei es wichtig, zu wissen, wie die Generation Y ticke. „Für die junge Generation muss Arbeit bedeutsam sein, Arbeit bedeutet aber nicht alles“, berichtete Hemker von seinen Erfahrungen als Firmenkundenvorstand der LzO sowie aus Gesprächen mit Unternehmern. Vor diesem Hintergrund sei es richtig, dass sich viele Unternehmen im Oldenburger Land, wie auch die LzO, intensiv mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie auseinandersetzen. Ein Beispiel für die gelungene Vereinbarkeit ist die LzO-Filiale Bümmerstede. Diese wird von zwei Mitarbeiterinnen in einem Job-Sharing-Modell geleitet. Für ihr langjähriges und kontinuierliches Engagement in diesem Bereich wurde die LzO bereits mehrfach ausgezeichnet - erst kürzlich erneut mit dem Siegel „ARBEIT PLUS“ mder Evangelischen Kirche Deutschland.

„Bis 2023 werden sehr viele der sogenannten Babyboomer in den Ruhestand gehen“, so Andrea Maria Waden „Das Thema betrifft auch die Wirtschaftsjunioren.“ Hier sind 50 Führungskräfte und Unternehmer organisiert, die selbst Gen Y und teilweise Gen Z sind und die sich voller Engagement für regionale wirtschaftspolitische Themen einsetzen. „Deshalb beschäftigen auch wir uns mit dem Wertewandel der Generationen und dem damit einhergehenden Management.“

 

Große Herausforderungen für heimische Betriebe

IHK-Präsident Gert Stuke: „Wir haben eine zunehmend unpolitische junge Generation vor uns, es wird damit für alle immer schwieriger, junge Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern.“ Das bekomme die IHK bereits heute zu spüren. Einsatz lohne sich aber immer, so Stuke: „Die Welt mwird nicht besser indem wir uns zurücklehnen, sondern indem wir uns persönlich engagieren.“

 

Vortrag: Verstehen Unternehmer die Nachwuchsgeneration?

Was die junge Generation Y ausmacht, erklärte die Trainerin und Autorin Dr. Steffi Burkhart in ihrem Vortrag „Verstehen Sie die Nachwuchsgeneration?“. „Die eine Hälfte ist sehr freiheitsliebend, strebt nach Autonomie, flachen Hierarchien, will sich vernetzen, versteht Arbeit als persönlichen Lernweg, will experimentieren, und verhält sich lieber unkonventionell“, so Dr. Steffi Burkhart. „Auf der anderen Seite gibt es die »Sicherheitsgruppe«, die eher nach traditionellen Werten und Mustern lebt. Sie strebt nach Strukturen, Jobsicherheit, Zielsicherheit, Karrieremöglichkeiten und befürwortet klare Hierarchien.“ Das Ergebnis zeige, dass die eine Generation Y nicht existiert. Umso wichtiger sei es, bei der Ansprache junger Menschen darauf zu achten, wer vor einem steht.

Das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie stellt laut Dr. Burkhart eine besondere Herausforderung dar: „Es ist heute schlichtweg nicht mehr möglich, das klassische Rollenmodell von Mann und Frau zu leben.“ Das Paket aus Finanzierung der eigenen Kinder, privater Vorsorge, einer höheren Einzahlung in die Rentenkasse, steigenden Lohnnebenkosten, steigenden Mieten in Ballungszentren und einem sinkenden Nettolohn bei geringerem Bruttoverdienst lasse sich mit dem Alleinverdiener-Modell heute nicht mehr tragen. „Hinzu kommt, dass viele junge Frauen, aber auch Männer, heute nicht mehr die berufliche Laufbahn an den Nagel hängen und damit die finanzielle Unabhängigkeit und den persönlichen Stellenwert für die Kindererziehung aufopfern wollen.“ Führungskräften empfahl sie, mehr auf die Grundbedürfnisse Ihrer Mitarbeiter mehr einzuzahlen: „Unabhängig von der Generation wollen Arbeitnehmer heute gefördert und entwickelt werden und erwarten eine Kommunikation auf Augenhöhe.“

Dr. Steffi Burkhart gilt als Sprachrohr der Millennials. Sie informiert über die Wertewelt und Denkmuster der Generation Y – und was das für die Personalstrategie bedeutet. Sie ist professionelle Speakerin, Trainerin und Autorin, spricht deutschlandweit, in Österreich und der Schweiz auf großen Bühnen, in Podiumsdiskussionen und im TV. Sie doziert an der HMKW Köln im Bereich Wirtschaftspsychologie, ist Botschafterin der Bundesinitiative 50plus und kooperiert mit dem Beratungsinstitut nextpractice. Sie war inhaltlicher Kopf einer Führungskräfte-Akademie, Vorstandsmitglied der German Speakers Association und arbeitete vorher zwei Jahre im betrieblichen Gesundheitsmanagement eines Großkonzerns.

Die Präsentation von Frau Dr. Burkhart steht ab Mitte nächster Woche auf der Seite der Wirtschaftsjunioren der Oldenburgischen IHK (www.wj-oldenburg.de) zum Download zur Verfügung.

 

Podiumsdiskussion gibt Best-Practice-Ansätze

In einer von Frank Mayer, Leiter Weiterbildung der Oldenburgischen IHK, moderierten Podiumsdiskussion wurden Fragen zur Mitarbeitergewinnung und -bindung sowie zu den Herausforderungen für Unternehmer vertieft. Teilnehmer waren neben Dr. Steffi Burkhart und Olaf Hemker der Geschäftsführer der PAUL HEWITT GmbH & Co. KG Siddhartha Wagner vom Berg sowie der Geschäftsführer der neu gegründeten BÜFA-i Christian Bürger.

 

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Christian Hoping
Stabsbereich Vorstand
Telefon: 0441 2303117
Telefax: 0441 2303199
E-Mail: christian.hoping@lzo.com

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