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LzO InfoTreff - Zukunft der Mobilität

LzO begrüßt 250 Gäste und namhafte Experten in der LzO-Zentrale
Veranstaltung wird via Facebook weltweit übertragen
Olaf Lies: Das Thema muss ganzheitlich betrachtet werden
Dr. Mario Herger: Wir stehen vor massiven Veränderungen in allen Lebensbereichen

 

Ungewöhnlicher Auftakt bei der LzO-Veranstaltung „Zukunft der Mobilität“: Moderator Uwe Haring und Olaf Hemker, Mitglied des Vorstandes der LzO und Gastgeber der Veranstaltung, fuhren gemeinsam mit einem Elektroauto Richtung Bühne (Foto) und begrüßten anschließend die zahlreichen Gäste vor Ort und via Facebook-Übertragung in der ganzen Welt.

Wie wird sich unser mobiles Leben verändern und welche Rolle kann dabei speziell die Elektromobilität spielen? Zur Klärung dieser Fragen waren 250 Gäste in die LzO-Zentrale gekommen. Sie informierten sich ebenso wie die Zuschauer vor den PCs und Smartphones über diese zukunftsweisenden Fragestellungen. Interessiert folgten sie den Vorträgen von Olaf Lies, dem frisch ernannten Niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, sowie von Dr. Mario Herger, CEO Enterprise Garage Consultancy und Berater im Silicon Valley. 

 

LzO treibt E-Mobilität voran

Olaf Hemker hob in seiner Begrüßung hervor, dass es der LzO von jeher ein wichtiges Anliegen sei, die Zukunft der Region aktiv mitzugestalten. Dazu würden auch Themen gehören, die sich abseits des traditionellen Bankgeschäftes bewegen. Mit der Veranstaltung zur „Zukunft der Mobilität“ möchte die LzO allen Menschen, die sich mit dieser Thematik beschäftigen, eine Plattform für Information und Austausch untereinander anbieten.  

Die LzO hat sich frühzeitig mit dem Thema „Elektro-Mobilität“ auseinandergesetzt und zusammen mit ihrem Kooperationspartner, der EWE, eine längerfristige E-Mobilitäts-initiative gestartet.  

„Nicht reden, sondern handeln“ ist das Credo dieser Initiative, so das LzO-Vorstandsmitglied. Derzeit installiert die LzO an insgesamt 30 Standorten in ihrem Geschäftsgebiet Ladesäulen, mehr als die Hälfte davon ist bereits realisiert.  

Zudem schafft die LzO sukzessive Elektrofahrzeuge für ihren Fuhrpark an. Aktuell gehören fünf Fahrzeuge vom Typ BMW i3 dazu. Diese E-Autos sind bisher rund 15.000 Kilometer emissionsfrei und geräuschlos zu Kunden- und Gesprächsterminen im Oldenburger Land gefahren. Sonderprogramme für Kunden zur Finanzierung von Elektroautos und Elektrobikes runden das Angebot der LzO ab.  

 

Minister Olaf Lies plädiert für eine ganzheitliche Betrachtung der Thematik

Auch wenn die Elektromobilität stets im Fokus stehe, sei laut Lies beim Antrieb ein deutlich breiteres Portfolio nötig. So seien beispielsweise synthetische Kraftstoffe viel zu spät in den Fokus genommen worden. Lies plädierte für eine ganzheitliche Betrachtung der Thematik – „schließlich müssen der Strom ja auch produziert und die Batterien entsorgt werden“. Vorrangiges Ziel sei es, die Emissionsfreiheit herzustellen, ohne dass die Politik den Weg dahin vorgebe.  

Der Minister unterstrich, dass der Staat für mehr Anreize sorgen müsse. Das gelte für den Erwerb genauso wie für die Nutzung der Fahrzeuge.   

Lies äußerte sich ebenfalls zum autonomen Fahren. Neben dem Individualverkehr ist besonders der Gütertransport in den Blick zu nehmen. Allein schon unter dem Aspekt der Sicherheit sei das autonome Fahren der richtige Weg. 

 

Der letzte Führerscheinneuling ist schon geboren

Direkt aus dem Zentrum des „Innovationsmotors der Welt“, dem Silicon Valley, reiste Dr. Mario Herger an. Als CEO der Enterprise Garage Consultancy vermittelte der gefragte Berater einen spannenden Einblick in die Zukunft unserer Mobilität. Mit Blick auf das autonome Fahren behauptete der gebürtige Wiener, dass der letzte Führerscheinneuling  schon unter uns sei.  

Bei der Entwicklung autonomer Autos seien uns die Amerikaner um Längen voraus. Die Zahlen und Fakten würden eine deutliche Sprache sprechen. Er machte darauf aufmerksam, dass die Entwicklung von selbstfahrenden Autos auch umfangreiche Tests auf Teststrecken und auf öffentlichen Straßen erfordere. Anhand der bereits operierenden Testflotten in vielen amerikanischer Städten, auf denen schon Millionen an Kilometern abgespult wurden, ließe sich erkennen, dass die dortige Industrie uns weit voraus sei.  

Die gegenwärtige Situation in der Automobilindustrie bezeichnete er als Revolution. Sie werde laut Herger nicht von denen eingeleitet, die in den letzten 100 Jahren die Autos gebaut hätten. Als damals die Kutsche vom Auto verdrängt wurde, waren keine Kutschenbauer beteiligt, keine Sattler, keine Pferdezüchter. Die Automobilpioniere damals, wie Carl Benz und Ferdinand Porsche, waren Maschinenbauer, Mechaniker oder Elektriker. Die heutige Entwicklung dagegen würden Menschen bestimmen, die sich mit Robotik, Steuerungs- und Regelungstechnik sowie Künstlicher Intelligenz auskennen. Herger deutete an, dass wir vor dramatischen Veränderungen in allen Lebensbereichen, insbesondere in der Arbeitswelt, stehen würden. Dies beträfe auch hoch qualifizierte Berufsgruppen.  

In der anschließenden Podiumsdiskussion wägten Minister Olaf Lies, Dr. Mario Herger, Dr. Jonas Lohmann (Leiter Kompetenz-Center Mobilität der EWE AG), Sven Meder (Geschäftsführer von Ensto Chago Deutschland GmbH) sowie Olaf Hemker die Chancen und Risiken dieser technischen Innovationen aus unterschiedlichen Blickwinkeln gegeneinander ab. Die Teilnehmer der Runde warfen dabei auch einen Blick in andere europäische Staaten, in denen die Entwicklung schon weiter vorangeschritten ist.

 

 

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Hans Günter Rostalski
Landessparkasse zu Oldenburg
Leiter Vorstandsstab
Tel.: 0441 230 - 3100
E-Mail: hans-guenter.rostalski@lzo.com

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